Generalvollmacht für Privatpersonen

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Eingeschlossene Befugnisse


Eingeschlossene Befugnisse

Folgende besondere Befugnisse werden in Ihre Vollmacht aufgenommen. Falls Sie gewisse Befugnisse ausschließen möchten, deaktivieren Sie bitte unten die entsprechenden Kästchen.

Der Bevollmächtigte darf:







Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Generalvollmacht?Eine Generalvollmacht ermächtigt eine andere Person, den Vollmachtgeber in allen (vermögens-)rechtlichen Angelegenheiten gegenüber Dritten zu vertreten.

Die Generalvollmacht gilt jedoch nicht in einigen wenigen Bereichen, so wie bei der Eheschließung oder Scheidung, Wahlrecht des Vollmachtgebers und Erfassung eines Testaments für den Vollmachtgeber.

Eine Vertretung in gesundheitlichen Angelegenheiten kann in Form einer Vorsorgevollmacht erteilt werden.
Wozu brauche ich eine Generalvollmacht?Mit der Erteilung einer Generalvollmacht können Sie viel Zeit und Aufwand sparen. Es kann mit einer Generalvollmacht vermieden werden, dass für jedes Rechtsgeschäft eine Einzelvollmacht aufgesetzt werden muss und dadurch möglicherweise wichtige Rechtsgeschäfte vergessen werden.

Sollte es zu einer Geschäftsunfähigkeit kommen und ist eine General- oder Vorsorgevollmacht nicht vorhanden, dann bestimmt ein zuständiges Gericht einen gesetzlichen Betreuer für Sie. Mit einer Generalvollmacht hingegen, bestimmen Sie selbst, wer Sie vertreten soll.
Unterschied: Generalvollmacht und VorsorgevollmachtEine Generalvollmacht wird zur Vertretung in allen (vermögens-)rechtlichen Angelegenheiten erteilt. Sie können in dieser Generalvollmachtsvorlage bestimmen, dass diese sofort, bei Geschäftsunfähigkeit oder ab einem bestimmten Zeitpunkt verwendet werden darf.



In einer Vorsorgevollmacht können persönliche und gesundheitliche Angelegenheiten geregelt werden. Die Vorsorgevollmacht soll in der Regel nur bei Geschäftsunfähigkeit eingesetzt werden.
Was sind bewegliche Sachen?Bewegliche Sachen im Rechtssinne sind Gegenstände, die nicht Grundstücke sind und nicht fest mit einem Grundstück verbunden sind, z.B. ein Auto oder eine Couch. Auch Tiere fallen unter diese Kategorie.Was muss ich bei der Schenkungsbefugnis beachten?Die Schenkungsbefugnis erlaubt dem Bevollmächtigten, in Vertretung des Vollmachtgebers jegliche Art von Schenkungen (z.B. Spenden, Weihnachtsgeschenke usw.) an Dritte vorzunehmen.

Da die Schenkungsbefugnis ein hohes Missbrauchsrisiko mit sich bringt, setzt die Erlaubnis zur Schenkung ein hohes Vertrauensverhältnis zwischen dem Vollmachtgeber und dem Bevollmächtigten voraus und sollte achtsam ausgewählt werden.
Was sind dingliche Rechte an beweglichen Sachen?Das dingliche Recht bestimmt die Zuordnung von Dingen und Sachen im Hinblick auf Besitz und Eigentum, wie zum Beispiel das Eigentum an einem Auto.

Neben dem Eigentumsrecht gibt es weitere dingliche Rechte, wie z.B. Urheberrechte, Dienstbarkeiten, Grundpfandrechte, Vorkaufsrechte usw.


Ihre Generalvollmacht für Privatpersonen

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GENERALVOLLMACHT

Ich, _________________________ _________________________,
geboren am 26. Oktober 2021 in ____________________________,
wohnhaft in ____________________________ __________, ____________________________ ______________________________,

erteile hiermit Generalvollmacht an:

den Bevollmächtigten:

Herrn _________________________ _________________________,
geboren am 26. Oktober 2021 in ____________________________,
wohnhaft in ____________________________ __________, ____________________________ ______________________________

- nachfolgend „der Bevollmächtigte“ genannt -

Der Bevollmächtigte ist befugt, soweit dies gesetzlich zulässig ist, mich in allen vermögensrechtlichen Angelegenheiten gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten. Der Bevollmächtigte ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

  • Umfang
  • Insbesondere hat der Bevollmächtigte auch die Befugnis:
    1. mich gegenüber Gerichten, Banken, Versicherungsgesellschaften, Behörden, einschließlich der Steuerverwaltung zu vertreten;
    2. bewegliche Sachen und Rechte zu erwerben und zu veräußern;
    3. dingliche Rechte jeder Art an beweglichen Sachen zu bestellen, zu kündigen und aufzugeben;
    4. Zahlungen entgegenzunehmen und Quittungen auszustellen;
    5. Erbschaften anzunehmen;
    6. Schenkungen vorzunehmen;
    7. Zugang zu allen Post-, Fernmelde- und Telekommunikationsangelegenheiten, einschließlich Internet-Konten zu haben und diese abzuändern oder zu kündigen; und
    8. für bestimmte Arten von Geschäften oder für einzelne Geschäfte Untervollmacht zu erteilen, jedoch nicht unter Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB.
  • Vergütung
  • Der Bevollmächtigte erhält keine Vergütung. Er hat nur Anspruch auf Ersatz seiner notwendigen Auslagen.
  • Inkrafttreten
  • Die Generalvollmacht tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.
  • Erlöschen
  • Die Generalvollmacht gilt über meinen Tod hinaus und soll auch für meine Erben wirksam bleiben. Die Generalvollmacht darf jedoch jederzeit durch mich und nach meinem Tod durch jeden Erben gegenüber dem Bevollmächtigten schriftlich widerrufen werden.
  • Unterschrift
  • Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich mir der Inhalte und Konsequenzen meiner Entscheidungen in der vorliegenden Generalvollmacht bewusst bin. Ich befinde mich im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte und habe diese Vollmacht eigenverantwortlich und ohne äußeren Druck erstellt.
                                        , den                
(Ort, Datum)
_______________________________
(Unterschrift Vollmachtgeber)
©2002-2021 RECHTSDOKUMENTE (Sequiter Inc.)

Generalvollmacht für Privatpersonen

Andere Bezeichnungen:

Generalvollmacht für Privatpersonen ist auch unter folgenden Namen bekannt:

  • Generalvollmacht
  • Vollmacht
  • Private Vollmacht
  • Vollmacht für Finanzen
  • Vollmacht für das Vermögen
  • Vertretung in rechtlichen Angelegenheiten

Was ist eine Generalvollmacht?

Mit einer Generalvollmacht erteilen Sie einer anderen Person die Befugnis, Sie in (vermögens-)rechtlichen Angelegenheiten zu vertreten.

Anders als bei der Einzelvollmacht ist die Generalvollmacht üblicherweise sehr weitreichend und ist nicht auf einzelne Bereiche beschränkt. In unserer Vorlage für eine umfassende Generalvollmacht haben Sie die Möglichkeit, bestimmte Handlungsbereiche auszuschließen und Ihre Vollmacht für Privatpersonen wunschgemäß zu gestalten.

Die Vertretung ist in einigen Bereichen nicht gestattet:

  • Bei der Eheschließung oder Scheidung;
  • Beim Wahlrecht des Vollmachtgebers; und
  • Für die Erfassung eines Testaments für den Vollmachtgeber usw.

Einige Kreditinstitute erkennen selbst erstellte Generalvollmachten nicht an. Daher sollten Sie bei Ihrem Kreditinstitut erfragen, welche Anforderungen an eine Vollmacht gestellt werden.

Die Vertretung in gesundheitlichen Angelegenheiten kann in Form einer Vorsorgevollmacht erteilt werden.

Wieso ist es wichtig, eine Generalvollmacht zu haben?

Sollte es zu einer Geschäftsunfähigkeit kommen, z.B. durch Unfall oder Krankheit, und ist eine Generalvollmacht nicht vorhanden, dann bestimmt ein zuständiges Gericht einen gesetzlichen Betreuer für Sie, ohne Ihre Wünsche zu kennen oder zu berücksichtigen. Mit einer Generalvollmacht hingegen, bestimmen Sie selbst, wer Sie vertreten soll.

Des Weiteren kann mit einer Generalvollmacht vermieden werden, dass für jedes Rechtsgeschäft eine Einzelvollmacht aufgesetzt werden muss und dadurch möglicherweise wichtige Rechtsgeschäfte vergessen werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer Generalvollmacht und Vorsorgevollmacht?

Eine Generalvollmacht wird zur Vertretung in allen (vermögens-)rechtlichen Angelegenheiten erteilt. Sie können in der Generalvollmacht bestimmen, dass diese sofort, bei Geschäftsunfähigkeit oder ab einem bestimmten Zeitpunkt verwendet werden darf. In der Vorsorgevollmacht können persönliche und gesundheitliche Angelegenheiten geregelt werden. Die Vorsorgevollmacht soll in der Regel nur bei Geschäftsunfähigkeit eingesetzt werden.

Es ist empfohlen, sowohl eine Generalvollmacht als auch eine Vorsorgevollmacht zu erstellen. Dies hat den Vorteil, dass man verschiedene Personen für die Aufgabenbereiche ernennen kann. Eine Person mag zwar finanziell versiert und daher ein geeigneter Bevollmächtigter für die Generalvollmacht sein, er/sie hat aber vielleicht nicht die gleichen Ansichten wie Sie, wenn es zu gesundheitlichen Angelegenheiten kommt, und wäre daher ein ungeeigneter Vertreter für persönliche/gesundheitliche Angelegenheiten.

Setzt die Generalvollmacht eine bestimmte Form voraus?

Die Generalvollmacht ist grundsätzlich formfrei (§ 167 Abs. 2 BGB). Auch wenn demzufolge eine mündlich erteilte Vollmacht gültig sein kann, sollte eine Vollmacht immer schriftlich erteilt werden, da eine mündliche Vollmacht oft nur schwer nachgewiesen werden kann.

Die Generalvollmacht sollte folgende Informationen enthalten:

  • Name und Adresse des Vollmachtgebers
  • Name und Adresse der bevollmächtigten Person
  • Inhalt der Vollmacht (Befugnisse)
  • Gültigkeitsdauer und Wirksamkeitsdatum
  • Unterschrift des Vollmachtgebers

Muss ich mit meiner Generalvollmacht zum Notar?

In besonderen Fällen, wie z.B. bei Immobilien- und Grundstücksgeschäften, ist eine notarielle Beglaubigung der Vollmacht erforderlich. Nur dann kann der Bevollmächtigte mit der Generalvollmacht Immobilien kaufen oder verkaufen und Änderungen im Grundbuch vornehmen. Bei der Beglaubigung bestätigt der Notar mit seiner Unterschrift die Echtheit der Unterschrift des Vollmachtgebers.

Beachten Sie jedoch, dass für die normale Immobilienverwaltung, wie z.B. das Vermieten oder Reparieren eines Grundstücks, keine Beglaubigung der Vollmacht erforderlich ist. Eine fehlende Beglaubigung ist auch nach dem Tod des Vollmachtgebers generell unproblematisch, da die Erteilung des Erbscheines allein, die Erben (Ehepartner, Kinder) dazu berechtigt, mit der Immobilie zu machen, was sie möchten.

Es gibt weitere Rechtsgeschäfte, für die eine beglaubigte Generalvollmacht notwendig ist, wie z.B. die Ausschlagung einer Erbschaft und die Ausübung von Gesellschafterrechten.

Unabhängig davon, ob eine notarielle Beglaubigung erforderlich ist oder nicht, kann es Vorteile haben, die Vollmacht zum Notar zu nehmen, besonders bei älteren oder erkrankten Vollmachtgebern und wenn Streitereien zwischen Familienmitgliedern und andere Komplexitäten zu erwarten sind. Der Notar erklärt Ihnen den Inhalt und die Auswirkung der Generalvollmacht und bestätigt Ihre Geschäftsfähigkeit.

Von wem muss meine Generalvollmacht unterschrieben werden?

Abgesehen von den Fällen der notariellen Beglaubigung, muss die Vollmacht nur vom Vollmachtgeber unterschrieben sein.

Die Unterschrift des Bevollmächtigten ist für die Wirksamkeit der Vollmacht generell nicht erforderlich, kann aber dazu dienen, die Bereitschaft des Bevollmächtigten zum Handeln zu bestätigen und ein Bespiel der Unterschrift des Bevollmächtigten zu liefern, was vor allem von Banken genutzt wird, um abzugleichen, ob sie die richtige Person vor sich haben.

Sie können Ihre Vollmacht auch von einem Zeugen unterschreiben lassen. Auch wenn dies keine Voraussetzung für eine wirksame Vollmacht ist, kann es sinnvoll sein, um die Echtheit der Unterschrift und die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers zu bestätigen, insbesondere wenn der Vollmachtgeber im fortgeschrittenen Alter ist. Der Bevollmächtigte sollte nicht als Zeuge unterschreiben.

Wer darf mich vertreten?

Die bevollmächtigte Person muss volljährig und geschäftsfähig sein. Man kann auch vertraute Familienangehörige (Ehepartner, Kinder usw.) und nahestehende Bekannte als befugte Personen ernennen.

Da die Generalvollmacht ein sehr umfassendes Dokument ist und die rechtlichen Konsequenzen sehr erheblich sein können für den Vollmachtgeber und sein Vermögen, sollten die Bevollmächtigten sehr vorsichtig ausgewählt werden.

In unserem Muster für eine Vollmacht können Sie mehrere Bevollmächtigte ernennen und entscheiden, ob diese gemeinsam oder ersatzweise handeln sollen. Bei der Ersatzbevollmächtigung, ernennt der Vollmachtgeber üblicherweise einen Hauptbevollmächtigten sowie einen oder mehrere Ersatzbevollmächtigte.

Wie funktioniert die Stellvertretung bei mehreren Bevollmächtigten?

In unserer Generalvollmacht zum Ausfüllen haben Sie die Wahl, mehrere Bevollmächtigte zu ernennen. Zudem können Sie bestimmen, ob Ihre Bevollmächtigten gemeinsam oder ersatzweise handeln sollen.

Die Bevollmächtigung mehrerer Personen gleichzeitig hat den Vorteil, dass diese sich gegenseitig kontrollieren können und Entscheidungen und Handlungen von allen Bevollmächtigten überprüft werden können. Dies hat aber auch den Nachteil, dass es leichter zu Unstimmigkeiten führen kann und dadurch Rechtsgeschäfte unnötig verzögert werden könnten. Bei mehreren Bevollmächtigten, die gemeinsam handeln sollen, muss unbedingt festgelegt werden, dass beim Wegfall eines der Bevollmächtigten die verbliebenen Bevollmächtigten weiterhin tätig sein dürfen. Dadurch sollen Vertretungslücken vermieden werden. Diese Bestimmung ist in unserer online Vollmacht enthalten.

Sie haben in unserer Vollmacht zum Ausfüllen auch die Möglichkeit, nur eine Vertrauensperson als Stellvertreter zu ernennen. Sollten Sie sich für diese Option entscheiden, dann ist es sinnvoll, auch einen Ersatzbevollmächtigten zu ernennen, um Vertretungslücken zu vermeiden. Der Ersatzbevollmächtigte wird nur dann tätig, wenn der Hauptbevollmächtigte nicht handeln kann oder will. Bei mehreren Ersatzbevollmächtigten ist der zweite Ersatzbevollmächtigte nur dann berechtigt zu handeln, wenn der Hauptbevollmächtigte und der erste Ersatzbevollmächtigte ihre Rollen nicht ausüben können oder wollen.

Die Frage, ob Sie mehrere Bevollmächtigte gemeinsam oder lieber einen Hauptbevollmächtigten und Ersatzbevollmächtigten ernennen sollen, ist eine individuelle Frage und hängt von Ihren persönlichen Umständen ab. Bei mehreren gemeinsamen Bevollmächtigten sollte man überlegen, ob die Personen, die Sie gerne zusammen nennen wollen, miteinander auskommen würden.

Was bedeutet „Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB“?

§ 181 BGB verbietet, dass jemand als Vertreter einer anderen Person Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder als gleichzeitiger Vertreter einer dritten Person abschließt. Bei Verträgen gibt es üblicherweise zwei verschiedene Personen, wie z.B. den Käufer und den Verkäufer beim Kaufvertrag. Sollte der Verkäufer nun auch den Käufer vertreten, würde dieser mit sich selbst ein Rechtsgeschäft machen. Dies könnte zu Interessenkonflikten und Missbrauch von Rechten führen, wovor §181 BGB schützen soll. Ein Missbrauch kann insbesondere im Zusammenhang mit der Schenkungsbefugnis auftreten.

In einigen Situationen ist es jedoch sinnvoll, den Bevollmächtigten von den Einschränkungen des § 181 BGB zu befreien, um damit sachgerechte Lösungen zu ermöglichen. Zum Beispiel würde dies dem bevollmächtigten Kind erlauben, das Haus der Eltern unentgeltlich auf sich selbst zu übertragen, wenn dies in der speziellen Situation angebracht ist.

Eine Befreiung von § 181 BGB setzt ein besonderes Vertrauensverhältnis zum Bevollmächtigten voraus und sollte daher gut überlegt werden.

In welchen Angelegenheiten ist die Vertretung anwendbar?

Eine Generalvollmacht wird üblicherweise für die Vertretung in allen rechtlichen Angelegenheiten erteilt. In unserem Formular für eine Vollmacht können Sie zum Beispiel, falls erwünscht, folgende besondere Befugnisse ausschließen:

  • Erwerb und Veräußerung von beweglichen Sachen, Grundstücken und Rechten;
  • Bestellung, Kündigung und Aufgabe von dinglichen Rechten jeder Art an Grundstücken und anderen Gegenständen;
  • Entgegennahme von Zahlungen und Ausstellung von Quittungen;
  • Ausübung von Stimmrechten und Gesellschafterrechten, insbesondere die Teilnahme an Versammlungen;
  • Annahme und Ausschlagung von Erbschaften;
  • Vornahme von Schenkungen;
  • Zugang zu allen Post-, Fernmelde- und Telekommunikationsangelegenheiten, einschließlich Internet-Konten, sowie deren Abänderung oder Kündigung usw.

Soll mein Bevollmächtigter Untervollmachten erteilen dürfen?

Sie können in unserer Vollmachtsvorlage bestimmen, ob Ihr Bevollmächtigter für bestimmte Arten von Geschäften oder für einzelne Geschäfte Untervollmachten an Dritte erteilen darf oder nicht. Mit der Untervollmacht kann eine weitere Person zum Vertreter des ursprünglichen Vollmachtgebers oder auch als Vertreter des Bevollmächtigten bestimmt werden.

Die Untervollmacht darf nicht umfassender sein als die Hauptvollmacht.

Ein Beispiel wäre die Erteilung einer Untervollmacht an einen Steuerberater, damit dieser den Vollmachtgeber gegenüber dem Finanzamt vertreten kann.

Untervollmachten an Privatpersonen sind generell nicht unter Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB zu erteilen. Das heißt, dass ein Unterbevollmächtigter nicht mit sich selbst oder als gleichzeitiger Vertreter einer dritten Person Rechtsgeschäfte abschließen kann (siehe oben bzgl. §181 BGB). Bei Verträgen gibt es üblicherweise zwei verschiedene Personen, z.B. den Käufer und den Verkäufer. Sollte der Verkäufer nun auch den Käufer vertreten, würde dieser mit sich selbst ein Rechtsgeschäft machen. Dies könnte zu Interessenkonflikten und Missbrauch von Rechten führen, wovor §181 BGB schützen soll.

Wie lange ist meine Generalvollmacht gültig?

Wenn Sie bei uns Ihre Vollmacht erstellen, dann können Sie die Gültigkeit Ihrer Vollmacht selbst bestimmen. Hierzu bieten wir Ihnen diese drei Möglichkeiten an:

1) Die Generalvollmacht gilt auch über den Tod hinaus:

Dies ist die üblichste Gültigkeitsdauer und hat den Vorteil, dass die Zeit vom Tod bis zur Ermittlung der rechtmäßigen Erben überbrückt wird. Dies bedeutet, dass der Bevollmächtigte die Vollmacht nutzen kann, um z.B. Verträge des Vollmachtgebers zu kündigen, die sonst zu unnötigen Kosten führen würden, ohne erst auf die Erteilung des Erbscheins oder auf die Ausstellung des Testamentsvollstreckerzeugnisses warten zu müssen. Diese Art von Vollmacht wird auch transmortale Vollmacht genannt, und kann von den Erben nach dem Erbfall widerrufen werden.

2) Die Generalvollmacht gilt bis zum Tod des Vollmachtgebers:

Sie können die Gültigkeit Ihrer Vollmacht bis zum Zeitpunkt des Todes beschränken. Bitte beachten Sie hierzu, dass Ihr Nachlass dann nicht sofort nach Ihrem Tod durch die Erben verwaltet werden kann und somit die Abwicklung für die Erben verzögert oder erschwert werden könnte.

3) Die Generalvollmacht ist bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gültig:

Ferner können Sie bei www.rechtsdokumente.de festlegen, dass Ihre Vollmacht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt wirksam sein soll, falls nur eine vorübergehende Stellvertretung erwünscht ist.

Wann tritt meine Generalvollmacht in Kraft?

Üblicherweise tritt die Generalvollmacht sofort mit der Unterschrift des Vollmachtgebers in Kraft. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Vollmacht an bestimmte Bedingungen, wie etwa den Verlust der Geschäftsfähigkeit oder den eigenen Tod zu knüpfen. Demzufolge, können Sie In Ihrer online General Vollmacht zwischen folgenden Optionen wählen:

  • Die Vollmacht tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft: Dies ist die gängigste Form des Inkrafttretens einer Generalvollmacht und gewährleistet, dass im Notfall, wie z.B. bei einem Autounfall, die Angelegenheiten des Vollmachtgebers von der in der Vollmacht genannten Person ohne große Aufwendung und Bürokratie geregelt werden kann.
  • Die Vollmacht ist erst bei Geschäftsunfähigkeit wirksam: Hier darf die Generalvollmacht nur eingesetzt werden, wenn der Vollmachtgeber geschäftsunfähig ist, d.h. aufgrund geistiger Beeinträchtigung nicht die Fähigkeit hat, Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Die Geschäftsunfähigkeit muss vom Bevollmächtigten im Notfall nachgewiesen werden, also von einem Arzt festgelegt und bescheinigt werden.
  • Die Vollmacht ist ab einem bestimmten Zeitpunkt wirksam: In unserer individuell angepassten Vollmacht können Sie des Weiteren auch bestimmen, dass diese ab einem bestimmten Zeitpunkt wirksam sein soll (z.B. das Geburtsdatum des Kindes, damit dieses ab dem 18. Lebensjahr als Bevollmächtigter handeln kann usw.). Bitte beachten Sie, dass Sie bis zu diesem Zeitpunkt keine wirksame Vollmacht hätten.

Falls die Vollmacht erst bei Geschäftsunfähigkeit, zum Zeitpunkt des Todes oder zu einem anderen bestimmten Zeitpunkt wirksam sein soll, dann ist es ratsam, die Vollmacht etwa alle zwei Jahre zu überprüfen und bei Bedarf zu aktualisieren.

Kann ich meine Generalvollmacht widerrufen?

Solange Sie geschäftsfähig sind, können Sie Ihre Generalvollmacht jederzeit widerrufen oder ändern.

Der Widerruf sollte dem Bevollmächtigten am besten schriftlich mitgeteilt werden, und falls der Bevollmächtigte das Original der Vollmacht in seinem Besitz hat, dann sollte dieses vom Bevollmächtigten zurückverlangt werden.

Des Weiteren sollten alle Kopien der Vollmacht vernichtet und eine neue Vollmacht erstellt werden.

Generell ist es ratsam, die Vollmacht etwa alle zwei Jahre zu überprüfen und bei Bedarf zu aktualisieren.

Muss mein Bevollmächtigter für erbrachte Leistungen bezahlt werden?

Nein. Sie sind nicht verpflichtet eine Vergütung zu zahlen. Der Bevollmächtigte ist jedoch zumindest dazu berechtigt, alle mit der Ausübung der Vollmacht verbundenen Auslagen aus dem Vermögen des Vollmachtgebers zu entnehmen.

Falls aber dem Bevollmächtigten eine Vergütung zustehen soll, dann können Sie in unserem Vordruck diese entweder gemäß dem Gesetz über die Vergütung von Betreuern festsetzen oder selbst einen monatlichen Betrag bestimmen. Die gesetzlich festgelegte Vergütungshöhe ist abhängig vom Vermögensstatus des Vollmachtgebers und wird grundsätzlich in Form einer (monatlichen) Pauschale ausgezahlt. Die genaue Höhe hängt von verschiedenen Faktoren ab wie z.B. die Qualifikationen des gesetzlichen Betreuers usw.

Die Frage, ob Ihr Bevollmächtigter eine Vergütung erhalten soll oder nicht, hängt von Ihrer Beziehung zu dieser Person und von Ihren persönlichen Umständen ab. Generell sind nahestehende Familienmitglieder, besonders die, die auch Erben des Vollmachtgebers sind, eher bereit ohne jegliche Vergütung tätig zu werden, als solche Personen, die sonst keinen Vermögensvorteil vom Vollmachtgeber erhalten würden.

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